Titel: A lonely night
Autor: Rieke
Spoiler: 9. Staffel
Rating: G-6
Kategorie: MSR, Mulder POV
Wordcount: 1.033
Disclaimer: Ihr wisst wem sie gehören. Chris Carter, 20th Century Fox und 1013 Productions.
Short-Cut: Mulder ist untergetaucht. Er ist einsam. Weil er nicht schlafen kann, zieht es ihn zu einem nächtlichen Spaziergang hinaus...

A lonely night
<<<>>>*<<<>>>*<<<>>>*<<<>>>
Beruhigende Stille. Kein scharfer Laut durchbrach die Dunkelheit. Nur das Geräusch der Kieselsteine, die bei jedem seiner Schritte leise knirschten war zu hören. Und hin und wieder das Rauschen der Bäume im Wind. Nach der Hitze des Tages tat es ihm gut die angenehm kühle Nachtluft auf seinem Gesicht zu spüren. Die Nacht war lau und sternenklar. Der Mond stand groß und rund am Himmel. Alles war in sein mattes, silbernes Licht getaucht. Mulder konnte nicht schlafen. Außer ihm war niemand mehr hier draußen. Nachdem er eine Weile ziellos den kleinen Waldweg entlang spaziert war, fand er am Wegesrand einen alten, abgesägten Baumstumpf. Er setzte sich und sah zum Himmel hinauf. Es gab hier keinen Menschen mit dem er reden konnte. Doch er hielt all den angestauten Kummer in ihm nicht länger aus. Und so erzählte er alles was ihn bedrückte dem einzigen Zuhörer dem er noch vertrauen konnte. Dem Mond.
„Du siehst wunderbar aus.
Es ist eine traumhafte Nacht.
Alles hier könnte so schön sein.
Doch mir erscheint alles kalt und grau.
Die Menschen hier wissen nicht warum ich hier bin.
Sie kennen nicht meinen Namen.
Wissen nicht wer ich bin.
Genauso wie ich nichts von ihnen weiß.
Ein jeder hier verliert sich in der Anonymität.
Es geht mir gut.
Ich wähne mich hier in Sicherheit.
Doch je mehr Zeit ich gezwungen bin hier zu verbringen, um so größer wird die Einsamkeit.
Ich weiß, dass du mich verstehst.
Dir geht es nicht anders.
Du bist umgeben von Milliarden von Sternen und doch ganz allein.”
Mulder schloss kurz die Augen. Sofort sah er wieder die Bilder von Scully vor sich, wie sie den kleinen William im Arm hielt und ihn liebevoll anlächelte, die Tränen in ihren Augen als er sie beide verlassen musste. Seine Stimme zitterte als er weiter sprach:
„Ich vermisse sie so sehr, dass mir ist als hätte man mir die Luft zum Atmen genommen.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke.
Mich frage ob es ihr gut geht und was sie wohl gerade macht.
Es vergeht keine Nacht, in der ich nicht davon träume wieder bei ihr zu sein.
So manches Mal erwache ich aus diesen Träumen.
Suche sie neben mir.
Kann sie nicht finden.
Und die Realität holt mich wieder ein.
Erst dann wird mir klar, dass sie weit fort von mir ist.
Und meine Augen füllen sich mit Tränen.”
Auch jetzt machte sich wieder dieser stechende Schmerz in seiner Brust breit. Seine Kehle war wie zugeschnürt. Er stockte einen Augenblick bis er seine Stimme wieder unter Kontrolle zu haben glaubte.
„Ich sehne mich nach ihr.
Nach ihr und dem Klang ihrer Stimme.
Ihrem Lächeln.
Ich sehne mich danach sie zu berühren.
Sehne mich nach ihrer Wärme.
Ich möchte unser Kind einmal wiedersehen.
Möchte meinem Sohn ein Vater sein.
Ich möchte sehen wie er wächst.
Möchte seine ersten Worte hören.
Möchte dabei sein, wenn er seine ersten eigenen Schritte wagt.”
Vor seinem geistigen Auge sah er William. Wie er ihn zum ersten Mal in den Armen gehalten hatte. Dann veränderte sich das Bild sofort wieder zu Scully. Ganz deutlich sah er die traurigen Züge ihres Gesichtes vor sich, den Schmerz der in ihrem Blick lag, als er sie zum letzten Mal gesehen hatte.
„Doch ich muss hier im Verborgenen bleiben.
An einem fremden Ort.
Unter einem fremden Himmel.
Wo jeder Tag nur aus Warten auf den Nächsten besteht.
Immer in der Hoffnung das Morgen alles vorüber ist.
Ich kann und will so nicht weiterleben.
Ich zähle die Tage bis die Gefahr endlich gebannt ist.
Zähle die Stunden bis ich die Liebste wieder in meine Arme schließen kann.
Wie lange werde ich noch zählen müssen?”
Eine einzelne Träne rollte lautlos seine Wange hinab. Sie tropfte zu Boden und versickerte im Gras. Er bemerkte es kaum.
„Allein der Gedanke an sie und das Wissen um ihre Liebe zu mir, gibt mir die Kraft das alles durchzustehen.
Ich weiß, sie leidet ebenso sehr wie ich unter unserer Trennung.
Und ich weiß, sie ist stark genug es zu ertragen.
Wie sie immer alles erträgt.
Ich frage mich wieviel ein Mensch ertragen kann.
Wieviele Schläge kann sie noch verkraften.
Was hat das Schicksal ihr schon alles angetan.
Wer wäre nicht längst daran zerbrochen.”
Er sprang auf. Während er sprach wurde seine Stimme immer lauter.
„Warum?
Darf sie denn niemals wirklich glücklich sein?
Sie hat genug gelitten.
Ich will nicht, dass sie leidet.
Doch ich allein bin der Grund dafür.
Sie lebt in ständiger Angst um mich.
In Angst um mich und um William.”
Unzählbare Tränen verschleierten seinen Blick. Die Welt um ihn herum verschwamm, wie ineinander laufende Wasserfarben, zu einem kaum erkennbaren Bild. Er schrie die Worte in den Wind:
„Warum?
Was hat sie getan, dass das Leben sie so bestraft?”
Er stand einfach nur da und sah den Mond an. Gerade so als erwarte er eine Antwort. Doch Mond und Sterne leuchteten nur weiterhin stumm am Firmament. Mulder senkte den Kopf und setzte sich wieder auf den Baumstumpf. Langsam wurde er wieder ruhiger. Der Kloß in seiner Kehle begann sich aufzulösen. Die Tränen versiegten.
„Sie fehlt mir so sehr.
Ich will nur nach Hause.
Zu ihr und zu William.
Ich weiß nicht wie lange ich diese Leere hier noch aushalten kann.”
Er richtete seine Augen wieder gen Himmel. Eine Sternschnuppe fiel in einem großen Bogen herunter. Ihm war als wolle sie ihm sagen, dass er den Glauben nicht verlieren durfte. Leise, aber bestimmt sprach er weiter:
„Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben eines Tages wieder heimkehren zu können.
Ohne die Angst entdeckt zu werden.
Ohne die Angst sie in Gefahr zu bringen.
Irgendwann, vielleicht schon bald, werde ich zurück kommen.
Dann werden meine Träume endlich Wirklichkeit werden.
Wenn diese Sache überstanden ist.
Und ich glaube fest daran, eines Tages wird es so sein.
Wir werden uns wiedersehen.
Dann will ich sie nie mehr verlassen müssen.”
Seine Stimme klang beschwörend, als er endete:
„Niemals wieder will ich ohne sie sein.”
Mulder erhob sich von seinem Sitzplatz. Er gähnte. Die Müdigkeit hatte sich nun doch noch eingestellt. Vielleicht würde er jetzt endlich schlafen können. Er bedachte den Mond mit einem letzten Blick zum Himmel und schlenderte dann schläfrig den Kiesweg zurück.
Autor: Rieke
Spoiler: 9. Staffel
Rating: G-6
Kategorie: MSR, Mulder POV
Wordcount: 1.033
Disclaimer: Ihr wisst wem sie gehören. Chris Carter, 20th Century Fox und 1013 Productions.
Short-Cut: Mulder ist untergetaucht. Er ist einsam. Weil er nicht schlafen kann, zieht es ihn zu einem nächtlichen Spaziergang hinaus...
A lonely night
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Beruhigende Stille. Kein scharfer Laut durchbrach die Dunkelheit. Nur das Geräusch der Kieselsteine, die bei jedem seiner Schritte leise knirschten war zu hören. Und hin und wieder das Rauschen der Bäume im Wind. Nach der Hitze des Tages tat es ihm gut die angenehm kühle Nachtluft auf seinem Gesicht zu spüren. Die Nacht war lau und sternenklar. Der Mond stand groß und rund am Himmel. Alles war in sein mattes, silbernes Licht getaucht. Mulder konnte nicht schlafen. Außer ihm war niemand mehr hier draußen. Nachdem er eine Weile ziellos den kleinen Waldweg entlang spaziert war, fand er am Wegesrand einen alten, abgesägten Baumstumpf. Er setzte sich und sah zum Himmel hinauf. Es gab hier keinen Menschen mit dem er reden konnte. Doch er hielt all den angestauten Kummer in ihm nicht länger aus. Und so erzählte er alles was ihn bedrückte dem einzigen Zuhörer dem er noch vertrauen konnte. Dem Mond.
„Du siehst wunderbar aus.
Es ist eine traumhafte Nacht.
Alles hier könnte so schön sein.
Doch mir erscheint alles kalt und grau.
Die Menschen hier wissen nicht warum ich hier bin.
Sie kennen nicht meinen Namen.
Wissen nicht wer ich bin.
Genauso wie ich nichts von ihnen weiß.
Ein jeder hier verliert sich in der Anonymität.
Es geht mir gut.
Ich wähne mich hier in Sicherheit.
Doch je mehr Zeit ich gezwungen bin hier zu verbringen, um so größer wird die Einsamkeit.
Ich weiß, dass du mich verstehst.
Dir geht es nicht anders.
Du bist umgeben von Milliarden von Sternen und doch ganz allein.”
Mulder schloss kurz die Augen. Sofort sah er wieder die Bilder von Scully vor sich, wie sie den kleinen William im Arm hielt und ihn liebevoll anlächelte, die Tränen in ihren Augen als er sie beide verlassen musste. Seine Stimme zitterte als er weiter sprach:
„Ich vermisse sie so sehr, dass mir ist als hätte man mir die Luft zum Atmen genommen.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke.
Mich frage ob es ihr gut geht und was sie wohl gerade macht.
Es vergeht keine Nacht, in der ich nicht davon träume wieder bei ihr zu sein.
So manches Mal erwache ich aus diesen Träumen.
Suche sie neben mir.
Kann sie nicht finden.
Und die Realität holt mich wieder ein.
Erst dann wird mir klar, dass sie weit fort von mir ist.
Und meine Augen füllen sich mit Tränen.”
Auch jetzt machte sich wieder dieser stechende Schmerz in seiner Brust breit. Seine Kehle war wie zugeschnürt. Er stockte einen Augenblick bis er seine Stimme wieder unter Kontrolle zu haben glaubte.
„Ich sehne mich nach ihr.
Nach ihr und dem Klang ihrer Stimme.
Ihrem Lächeln.
Ich sehne mich danach sie zu berühren.
Sehne mich nach ihrer Wärme.
Ich möchte unser Kind einmal wiedersehen.
Möchte meinem Sohn ein Vater sein.
Ich möchte sehen wie er wächst.
Möchte seine ersten Worte hören.
Möchte dabei sein, wenn er seine ersten eigenen Schritte wagt.”
Vor seinem geistigen Auge sah er William. Wie er ihn zum ersten Mal in den Armen gehalten hatte. Dann veränderte sich das Bild sofort wieder zu Scully. Ganz deutlich sah er die traurigen Züge ihres Gesichtes vor sich, den Schmerz der in ihrem Blick lag, als er sie zum letzten Mal gesehen hatte.
„Doch ich muss hier im Verborgenen bleiben.
An einem fremden Ort.
Unter einem fremden Himmel.
Wo jeder Tag nur aus Warten auf den Nächsten besteht.
Immer in der Hoffnung das Morgen alles vorüber ist.
Ich kann und will so nicht weiterleben.
Ich zähle die Tage bis die Gefahr endlich gebannt ist.
Zähle die Stunden bis ich die Liebste wieder in meine Arme schließen kann.
Wie lange werde ich noch zählen müssen?”
Eine einzelne Träne rollte lautlos seine Wange hinab. Sie tropfte zu Boden und versickerte im Gras. Er bemerkte es kaum.
„Allein der Gedanke an sie und das Wissen um ihre Liebe zu mir, gibt mir die Kraft das alles durchzustehen.
Ich weiß, sie leidet ebenso sehr wie ich unter unserer Trennung.
Und ich weiß, sie ist stark genug es zu ertragen.
Wie sie immer alles erträgt.
Ich frage mich wieviel ein Mensch ertragen kann.
Wieviele Schläge kann sie noch verkraften.
Was hat das Schicksal ihr schon alles angetan.
Wer wäre nicht längst daran zerbrochen.”
Er sprang auf. Während er sprach wurde seine Stimme immer lauter.
„Warum?
Darf sie denn niemals wirklich glücklich sein?
Sie hat genug gelitten.
Ich will nicht, dass sie leidet.
Doch ich allein bin der Grund dafür.
Sie lebt in ständiger Angst um mich.
In Angst um mich und um William.”
Unzählbare Tränen verschleierten seinen Blick. Die Welt um ihn herum verschwamm, wie ineinander laufende Wasserfarben, zu einem kaum erkennbaren Bild. Er schrie die Worte in den Wind:
„Warum?
Was hat sie getan, dass das Leben sie so bestraft?”
Er stand einfach nur da und sah den Mond an. Gerade so als erwarte er eine Antwort. Doch Mond und Sterne leuchteten nur weiterhin stumm am Firmament. Mulder senkte den Kopf und setzte sich wieder auf den Baumstumpf. Langsam wurde er wieder ruhiger. Der Kloß in seiner Kehle begann sich aufzulösen. Die Tränen versiegten.
„Sie fehlt mir so sehr.
Ich will nur nach Hause.
Zu ihr und zu William.
Ich weiß nicht wie lange ich diese Leere hier noch aushalten kann.”
Er richtete seine Augen wieder gen Himmel. Eine Sternschnuppe fiel in einem großen Bogen herunter. Ihm war als wolle sie ihm sagen, dass er den Glauben nicht verlieren durfte. Leise, aber bestimmt sprach er weiter:
„Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben eines Tages wieder heimkehren zu können.
Ohne die Angst entdeckt zu werden.
Ohne die Angst sie in Gefahr zu bringen.
Irgendwann, vielleicht schon bald, werde ich zurück kommen.
Dann werden meine Träume endlich Wirklichkeit werden.
Wenn diese Sache überstanden ist.
Und ich glaube fest daran, eines Tages wird es so sein.
Wir werden uns wiedersehen.
Dann will ich sie nie mehr verlassen müssen.”
Seine Stimme klang beschwörend, als er endete:
„Niemals wieder will ich ohne sie sein.”
Mulder erhob sich von seinem Sitzplatz. Er gähnte. Die Müdigkeit hatte sich nun doch noch eingestellt. Vielleicht würde er jetzt endlich schlafen können. Er bedachte den Mond mit einem letzten Blick zum Himmel und schlenderte dann schläfrig den Kiesweg zurück.
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