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    <title>A fleeting Moment</title>
    <published>2038-01-19T03:14:07Z</published>
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    <content type="html">Titel: A fleeting Moment&lt;br /&gt;Autor: Rieke&lt;br /&gt;Spoiler: William (9. Staffel)&lt;br /&gt;Rating: G-6&lt;br /&gt;Kategorie: William Vignette&lt;br /&gt;Wordcount: 1.267&lt;br /&gt;Disclaimer: Sie gehören immer noch Chris Carter, 20th Century Fox und 1013 Productions.&lt;br /&gt;Short-Cut: Ein flüchtiger Moment in dem William Scully begegnet.&lt;br /&gt;A/N: Ohne Beta&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div align="center"&gt; &lt;b&gt;A fleeting Moment&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;°&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;*&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;°&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;*&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;°&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herbst 2007&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon seit jeher faszinieren mich die Sterne. Riesige Himmelskörper, die wir nur als kleine helle Punkte erkennen, so weit fort sind sie von uns. Manchmal kommt es mir vor, als wäre ich selbst ebenso weit von den Menschen die mich umgeben entfernt. Von diesen beiden Menschen die ich meine Eltern nenne, die es aber doch nicht sind. Sie verstehen mich nicht, verstehen nicht meine Weise zu denken, verstehen nicht woher ich mein Wissen nehme. Im Grunde verstehe ich es selbst nicht. Andere Kinder in meinem Alter fangen gerade erst an ihren Namen schreiben zu lernen, während ich komplexe Abhandlungen über diese Sterne dort oben über dem Fenster lese und begreife, die unter den Erwachsenen nur auf diesem Gebiet tätige Wissenschaftler verstehen. Die Ärzte und Psychologen zu denen mich meine "Eltern" seit ich denken kann immer wieder hinschleppen, sagen ich habe für ein Kind in meinem Alter einen geradezu unmenschlichen Verstand. Mein Gehirn sei bereits völlig entwickelt, was bei "normalen" Kindern noch lange nicht der Fall wäre. Und so behandeln mich die meisten Leute auch. Als sei ich kein Mensch. Dabei gibt es doch immer wieder so genannte Wunderkinder, deren Talente man fördert und deren Eltern stolz auf sie sind. Bei mir ist das anders. Vor mir haben sie Angst. Aber wenn es wirklich so wäre, nur mal angenommen es gäbe die Möglichkeit, dass ich nicht menschlich bin, was bin ich dann?&lt;br /&gt;Vielleicht fühle ich mich deshalb den Sternen so verbunden. Jeder kann die leuchtenden Punkte sehen, wenn er zum Nachthimmel schaut. Jedes Kind weiß, dass das dort oben Sterne sind. Aber nur die Wenigsten haben sie je aus der Nähe gesehen. Die Wenigsten wissen was sie wirklich sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verlasse meinen Platz in der Mitte des Raumes und überlasse das große Teleskop einem anderen Besucher. Hier in der Sternwarte fühle ich mich am Wohlsten. Ich könnte stundenlang einfach nur dort hinauf schauen und das Himmelszelt betrachten. Das ist eines der wenigen Dinge, die meine Eltern mir erlauben. Wenn ich hier bin, denken sie, habe ich eine Beschäftigung und komme nicht auf dumme Gedanken. Die Wärter hier kennen mich und verstehen inzwischen, das ich trotz meiner sechs Jahre alles begreife was sie mir erklären. Am Anfang erzählten sie mir die Dinge, die ich von ihren wissen wollte wie einem Kind, das ich ja nun mal auch bin, doch inzwischen reden sie mit mir wie mit einem Erwachsenen. Vielleicht bin ich auch darum so gerne hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mutter sagte sie würde mich abholen kommen. Es ist Zeit. Durch den langen Flur, an den vielen Bildern des Kosmos vorbei, gehe ich nach draußen. Sie ist noch nicht da. Ich steuere eine der Bänke an, die vor der Sternwarte stehen und setzte mich. Sie hat wohl wieder irgendeinen Termin, der länger dauert als sie dachte. Also warte ich. Meine Augen sind heute ein wenig schwer. Es kommt selten vor, das ich von den langen Betrachtungen des Alls müde werde, doch heute schließe ich meine Augen und drifte leicht aus dem Wachzustand in eine andere Bewusstseinsebene. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal, so wie jetzt, an diesem Ort zwischen wachen und schlafen, schleicht sich ein Bild in meine Gedanken, ein Bild das so flüchtig ist, dass es sich nicht festhalten lässt. Ein Gesicht, ein weibliches Gesicht, das vor meinen Augen verschwimmt, dass sobald es auftaucht wieder verblasst. Nein, ich meine nicht "Sie", meine Mutter, die mich in meinen Träumen besucht. Ich meine das Bild einer Frau, von der ich nicht weiß wer sie ist und die ich doch einmal gekannt haben muss. Vielleicht ist "Sie" es. Doch wenn ich wieder ganz bei mir bin, ist alles woran ich mich erinnere, rotes Haar. Sie hat rotes Haar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich oft gefragt wer meine wirkliche Mutter war, wer sie ist. Seit ich ihren Namen kenne, weiß ich alles über sie, was sich irgendwie herausbekommen lässt. Nur ein Bild habe ich nicht von ihr. Ich kenne nur die alten Bilder in den Akten, die es über sie gibt. Ich bin mir sicher, sie, meine Eltern, würden es finden, wenn ich eines hätte. Dann würden sie wieder anfangen Fragen zu stellen, was ich so gleich ausschließen kann. Doch die eine Frage, die mich beschäftigt kann mir kein Computer und kein beschriebenes Blatt Papier dieser Welt beantworten. Mal abgesehen von der Frage wer ich bin. Alles was ich von ihr wissen will ist, ob sie mich geliebt hat. Die Presse berichtet immer wieder von ausgesetzten Kindern, die von den Eltern nicht gewollt sind. Ich weiß, ich wurde nicht ausgesetzt, ich wurde adoptiert, aber warum. Warum gab mich meine Mutter her? Hat auch sie mich nicht gewollt? Das ist die eine Frage die mich quält. Nichts wünsche ich mir sehnlicher als eine bloße Antwort auf diese Frage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein mit quietschenden Reifen vor dem Gebäude haltendes Auto reißt mich aus meinen Gedanken. Meine Mutter würde niemals so fahren. Ich habe recht, sie ist es nicht. Ein schwarzhaariger Mann steigt ein und der Wagen fährt mit durchdrehenden Reifen wieder davon. Die Bank wird mir langsam zu unbequem und ich erhebe mich um ein Stück zu laufen. Am Straßenrand angekommen fesselt plötzlich etwas vor dem Gebäude gegenüber meine Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe in das Gesicht einer Frau. Ein wunderschönes Gesicht, umrahmt von rotem Haar. Sie ist es. Ich weiß es, ich spüre es. Ich sehe in zwei Augen, die so blau sind wie der Himmel selbst. Es gibt nichts anderes mehr, das ich sehe, nur noch ihre Augen. Blicke die mich voller Wärme und Zärtlichkeit betrachten. Doch da ist noch etwas in diesen Augen, etwas das tiefer liegt, das sich immer weiter ausbreitet und alles andere zurückdrängt. Sie sind übervoll von Traurigkeit. Es ist wie ein Schleier aus Schmerz der sich um sie legt und ihre Augen verhüllt. Schmerz über einen tief in ihrem Innern nie überwundenen Verlust.&lt;br /&gt;Ich weiß, dass ich dieser Verlust war und ich erkenne, dass sie mich nicht fortgegeben hat, weil sie mich nicht wollte. Nein, sie hat mich geliebt. Wirklich geliebt.&lt;br /&gt;Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich etwas wie Trauer. Meine Kehle ist seltsam verengt und meine Augen brennen.&lt;br /&gt;Ich kann nichts anderes tun, als in diese wundervollen traurigen Augen zu sehen.&lt;br /&gt;Was musste Geschehen sein? Wie verzweifelt muss sie gewesen sein, dass die einzige Wahl die ihr blieb war, ihr Kind aufzugeben. Vermutlich das einzige Kind, dass sie jemals haben würde, in die Obhut fremder Leute zu geben. Wovor hatte sie Angst? Sie musste vor etwas Angst gehabt haben, anders kann ich es mir nicht erklären.&lt;br /&gt;Ich will hinüber laufen, zu ihr, auf die andere Straßenseite, doch mein Körper versagt mir den Gehorsam. Niemals zuvor habe ich das erlebt. Ich bin wie gebannt, starre die Frau an, die ihrerseits mich anstarrt.&lt;br /&gt;Doch was hätte ich ihr sagen sollen? Einer völlig Fremden, die wahrscheinlich nicht einmal weiß wer ich bin. Mir wird mit einem Mal klar, dass sie in jedem Jungen der in meinem Alter war ihren Sohn sah, den sie nie vergessen und dessen Verlust sie nie überwinden würde.&lt;br /&gt;Endlich löse ich mich aus meiner Starre und ebenso erwacht sie. Mit einem letzten Blick auf mich, in dem ich deutlich eine Träne glitzern sehe, steigt sie in ihr Auto ein. Ein paar Sekunden später fährt der Wagen um die nächste Straßenbiegung und sie ist fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war nur ein flüchtiger Moment, doch weiß ich jetzt, dass ich geliebt wurde. Weiß jetzt, wie sie aussieht, weiß zu wem das verschwommene Bild in meiner Erinnerung gehört. Ich werde nicht zulassen, das ihr Bild wieder verblasst. Das Bild von ihr, die vor allen anderen da war. Das Bild meiner Mutter, die mich liebte. Und deren Liebe andauern wird so lange sie lebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;b&gt;&amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;*&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt; Ende &amp;lt;&amp;gt;&amp;gt;*&amp;lt;&amp;lt;&amp;gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</content>
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